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Die unfassbare Sehnsucht Gottes

Hebräer 1,1-3

In der Vergangenheit hat Gott immer wieder und auf vielfältige Weise durch die Propheten zu unseren Vorfahren gesprochen. Doch jetzt, in dieser letzten Zeit, sprach Gott durch seinen Sohn zu uns. Durch ihn schuf Gott Himmel und Erde, und ihn hat er auch zum Erben über alles eingesetzt. In dem Sohn zeigt sich die göttliche Herrlichkeit seines Vaters, denn er ist ganz und gar Gottes Ebenbild. Sein Wort ist die Kraft, die das Weltall zusammenhält. Durch seinen Tod hat er uns von unserer Schuld befreit und nun den Ehrenplatz im Himmel eingenommen, an der rechten Seite Gottes, dem alle Macht gehört.

 

Was für ein Beschrieb von Jesus. Es klingt beinahe nach «kam, sah und siegte». Der herrliche Sohn Gottes spricht zu uns und ist das perfekte Abbild Gottes, opfert sich selbst und siegt über den Tod, sodass er nun den Ehrenplatz neben Gott einnimmt.

Im ersten Vers wird uns aufgezeigt, dass Gott ein Gott ist, der das Verlangen nach einer Beziehung zu den Menschen hat. Deshalb sprach er immer wieder zu dem Volk Israel. Die Menschen damals konnten die Gottes Stimme nicht direkt hören, da der Heilige Geist nicht in ihnen wohnte. Deshalb gab es Propheten, die eine Verbindung zwischen Gott und dem Volk darstellten. Sie hörten Gottes Stimme und gaben das Gehörte dem Volk weiter.

Diese ersten Verse des Hebräerbriefes zeichnen einen Neuanfang: Mit dem Kommen Jesu brach Gott mit dieser Vermittlung, denn er hatte die tiefe Sehnsucht in sich, DIREKT mit seinen geliebten Menschen zu sprechen! Er sehnte sich so sehr danach, nahe beim Menschen zu sein! Deshalb sandte er Jesus, dessen Name auch Emmanuel ist, was «Gott mit uns» bedeutet.

Diese Botschaft klingt für uns so vertraut und trotzdem wird sie noch viel zu wenig praktiziert. Sind wir uns bewusst, wieviel Gott hergab, um direkt mit uns sprechen zu können? Um mitten unter uns zu wohnen? Um persönlich Zeit mit uns verbringen zu können?

Der allmächtige Gott sehnt sich nach uns ohnmächtigen Menschen. Das ist eigentlich völlig unlogisch! Die einzige Erklärung dafür ist Gottes überströmende Liebe. Wäre diese nicht so überströmend und grenzenlos, würde sie niemals zu uns finden. Dass ein perfekter, schöner Gott, dem alles gehört und dem alles möglich ist, auch das Erschaffen neuer Kreaturen, nicht die Geduld mit uns verliert sondern alles hergibt, um die Beziehung zu uns Versagern zu retten, beweist seine unendliche Güte.

Ich bekam einmal ein Lesezeichen mit der Aufschrift «heute nehme ich mir Zeit für Gott» und auf der Rückseite stand «Gott hat immer Zeit für mich». Das berührte und beschämte mich sehr. Manchmal fühlen wir uns beinahe lieb, dass wir Gott ein bisschen von unserer Zeit schenken. Was für ein verdrehtes Denken! Woher kommt das? Ich bin mir ganz sicher, dass es daher kommt, dass wir Gott zu wenig kennen. Je mehr ich ihn kennenlerne, desto mehr begreife ich, wie gross und real er wirklich ist und desto mehr möchte ich Zeit mit ihm verbringen.

Gott wünscht sich eine innige Beziehung zu dir. Er hat die Zeit dafür. Er kennt dich und will dich trotzdem. Willst auch du dich auf dieses Abenteuer einlassen und Gott immer mehr kennenlernen? Ihn mehr und mehr lieben lernen?

Falls das so ist, dann lade ich dich dazu ein, diesen Hebräerbrief mit mir zu studieren und dadurch Gott, seinen Sohn Jesus und seine unerklärbar grosszügige Geschenke an uns immer mehr kennenzulernen. Öffne dein Herz ganz bewusst, damit du Gottes Sprechen heute und in den kommenden Tagen wahrnehmen kannst. Er sehnt sich so fest nach dir. Sehnst du dich nach ihm?

Und Gottes Liebe zu uns ist daran sichtbar geworden, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, um uns durch ihn das Leben zu geben. Das ist das Fundament der Liebe: nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühneopfer für unsere Sünden zu uns gesandt hat. 1.Joh. 4, 9-10