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Eine intensive Liebe zu Jesus aufrechterhalten

Hebräer 12,19-29

und nach einem lauten Fanfarenstoß hörten die Israeliten eine mächtige Stimme wie das Rollen des Donners. Erschrocken bat das Volk, diese Stimme nicht länger hören zu müssen. Sie konnten nicht ertragen, dass Gott ihnen befahl: »Selbst ein Tier, das diesen Berg berührt, soll gesteinigt werden.« Was sich vor ihren Augen und Ohren ereignete, war so furchterregend, dass sogar Mose bekannte: »Ich zittere vor Angst und Schrecken!« Ihr dagegen seid zum himmlischen Berg Zion gekommen und in die Stadt des lebendigen Gottes. Das ist das himmlische Jerusalem, wo ihr Gott zusammen mit seinen vielen tausend Engeln bei einem großen Fest anbetet. Ihr gehört zu seinen Kindern, die er besonders gesegnet hat und deren Namen im Himmel aufgeschrieben sind. Ihr habt eure Zuflucht zu Gott genommen, der alle Menschen richten wird. Ihr gehört zu derselben großen Gemeinde wie alle diese Vorbilder des Glaubens, die bereits am Ziel sind und Gottes Anerkennung gefunden haben.  Ja, ihr seid zu Jesus selbst gekommen, der als Vermittler zwischen Gott und uns Menschen den neuen Bund in Kraft gesetzt hat. Um euch von euren Sünden zu reinigen, hat Christus am Kreuz sein Blut vergossen. Das Blut Abels, der von seinem Bruder umgebracht wurde, schrie nach Rache, aber das Blut von Christus spricht von der Vergebung. Hört also auf den, der jetzt zu euch redet. Weigert euch nicht – wie damals das Volk Israel –, auf seine Stimme zu hören. Sie sind ihrer Strafe nicht entgangen, weil sie am Berg Sinai Gott nicht gehorchen wollten. Uns wird die Strafe noch viel härter treffen, wenn wir den zurückweisen, der jetzt vom Himmel her zu uns spricht. Damals hat seine Stimme nur die Erde erbeben lassen. Doch jetzt kündigt er an: »Noch einmal werde ich die Erde erschüttern und auch den Himmel!« Dieses »noch einmal« bedeutet: Alles, was Gott geschaffen hat, wird er dann von Grund auf verändern. Bleiben wird allein das Ewige, das nicht erschüttert werden kann. Auf uns wartet also ein neues Reich, das niemals erschüttert wird. Dafür wollen wir Gott von Herzen danken und ihm voller Ehrfurcht dienen, damit er Freude an uns hat. Denn unser Gott ist wie ein Feuer, dem nichts standhalten kann.

 

Gott ist ein Gott der Herrlichkeit, der Liebe, des Friedens und der Geduld. Aber er ist auch ein Gott der Gerechtigkeit. Was er sagt, wird sich erfüllen. Was er entscheidet, wird eintreffen. Seine Regeln und sein Gesetz gelten im ganzen Universum. Jeder, der sich seinem Gesetz widersetzt, wird gerichtet werden. Gott ist gewaltig gross und wir dürfen die Ehrfurcht vor ihm nicht verlieren. Zu schnell wollen wir Gott manchmal vorschreiben, was in einer gewissen Situation jetzt doch gerecht wäre. Hiob beispielsweise sah keine Gerechtigkeit in seinem Schicksal. Und ehrlich gesagt sehe ich diese auch nicht, wenn ich mit meinem Verstand seine Lebensgeschichte lese. Aber eines weiss ich: solange Hiob sich auf die «Ungerechtigkeit» fokussierte, war er zerstört. Er wollte nicht mehr leben und war in Depression gefangen. Er hatte viele Fragen Gott gegenüber und diese hatten tatsächlich ihre Berechtigung. Aber das Erstaunliche ist: Als Gott zu ihm redete, gab er ihm keine einzige Antwort auf seine Fragen und auf den Grund seiner Situation. Er wusste nicht, weshalb seine Familie und sein ganzer Besitz umgebracht wurden. Er wusste nicht, weshalb er an schlimmen Geschwüren leiden musste und auch nicht, warum Gott nie eingriff. Das einzige, was Gott ihm sagte, war: Ich bin dein Gott, der Herr des ganzen Universums. Du warst nicht dabei als ich alles erschaffen habe und hast auch nicht die Kraft, gegen Ungeheuer zu kämpfen. Dein Verstand ist verschwindend klein, also klag mich nicht an und werde nicht überheblich.

Hiob war tief ergriffen von dieser Antwort, demütigte sofort und tat Busse für sein stolzes Herz. Er sah ein, dass sein Verstand verschwindend klein war und er Gottes Pläne niemals begreifen wird.

Daraufhin segnete Gott Hiob und gab ihm alles mehrfach zurück. Hiob starb alt und lebenssatt. Gott ist und bleibt Herr, für immer. Gott ist und bleibt gerecht, für immer. Gott ist und bleibt erhaben, für immer! Und wenn dieser Gott, dieses verzehrende Feuer, alles verschlingt, was in seinen Augen ungerecht ist, dann hilft es uns wesentlich wenig, wenn wir es als gerecht ansehen. Wir haben aus uns heraus keinen Bestand vor Gott! Wir können es uns nicht erlauben, mit seiner Gnade, die uns vor der verdienten, ewigen Strafe bewahrt, leichtfertig umzugehen! Und solange wir uns gegen Gott auflehnen und gegen seine Massstäbe ankämpfen wollen, wird es uns nicht anders gehen als Hiob: Wir werden uns in der Depression und im Zerbruch verlieren. Das ist aber nicht unsere Berufung! Wir sollen uns demütigen vor Gottes Gerechtigkeit, sie annehmen und lieben lernen, ihn rühmen und uns eins machen mit ihm. Denn dazu sind wir berufen: Zur Einheit mit Gott, dem Herr und Vater, der Majestät und der grössten Macht im ganzen Universum!

Als ich selbst jahrelang krank war und immer wieder in Depressionen fiel, stellte ich mir immer wieder die Frage: Muss ich nun gegen all dies ankämpfen oder muss ich mehr glauben, dass ich schon frei bin und Gottes Wort mehr proklamieren oder muss ich die Krankheit annehmen lernen und glücklich werden damit? Muss ich lernen, in jeder Situation glücklich zu sein und mich nur von Gott abhängig machen? Bin ich deshalb krank? Diese Unwissenheit darüber, was das Richtige, das Gottgewollte war, hat mich am meisten zermürbt. Ich möchte deshalb anfügen, dass ich mit dem Beispiel von Hiob nicht sagen möchte, dass du deine schlimme Situation einfach annehmen musst. Vielmehr möchte ich dich dazu ermutigen, dich mit Gott zu versöhnen und zu vertrauen, dass er das Beste für dich bereit hält, auch wenn er dich jetzt auch nicht in diesem Augenblick sichtbar aus deinem Schlamassel herausholt. Und ja, ich glaube, dass er dich vor 2000 Jahren bereits aus dieser Situation errettet hat. Du kannst diese Situation nicht verlassen, wenn du dich auf das Sichtbare konzentrierst. Verbringe Zeit mit Gott, ohne über deine momentane Situation zu sprechen und verliebe dich neu in ihn. Das hilft dir, deinen Blick weg von deinem Zerbruch, hin zu ihm zu wenden. Das bedeutet es, zu kämpfen: Trotz deinen widrigen Umständen in Gott verliebt zu sein. Das ist der Schlüssel zum Sieg. Gib deinem Schlamassel keine zu grosse Aufmerksamkeit und sei nicht zu streng mit dir selbst. Es ist keine Bestrafung von Gott, denn er ist gerade dabei, ein Liebeslied über dir zu singen. Bitte Gott um Hilfe, dass du dich neu in ihn verlieben kannst.

Lasst uns an ihm und an seinem unerschütterlichen Reich festhalten! Lasst uns ergriffen sein von seiner Liebe und Gerechtigkeit und danach hungern! Denn diese Schätze kann uns niemand mehr wegnehmen.




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