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Festhalten an der guten Botschaft / Falle nicht zurück!

Hebräer 2,1-4

Deshalb müssen wir umso mehr auf das achten, was wir gehört haben. Sonst verfehlen wir noch das Ziel! Denn schon das Gesetz, das die Engel Mose überbrachten, war für alle verbindlich; und jeder, der ungehorsam war und diese Gebote Gottes übertrat, erhielt seine gerechte Strafe. Wie viel weniger werden wir der Strafe entkommen, wenn wir Gottes unvergleichliches Rettungsangebot ausschlagen! Jesus Christus selbst hat es zuerst bekannt gemacht, und es wurde uns von Zeugen bestätigt, die unseren Herrn mit eigenen Ohren gehört haben. Darüber hinaus hat Gott diese Botschaft beglaubigt durch Zeichen und Wunder, durch seine machtvollen Taten und durch die Gaben des Heiligen Geistes, die er nach seinem Willen austeilt.

 

Gott hat seinen Sohn zu uns gesandt. Er hat damit den höchsten Preis bezahlt, den er hätte bezahlen können. Er hat seinen Sohn zu uns gesandt in dem Wissen, dass wir ihn verspotten, verachten, verleugnen und als unbrauchbarer Stein wegwerfen werden. Jesus hat diese Entscheidung des Vaters willig auf sich genommen – weil er seinen Vater liebt und weil er uns liebt. Er hätte keinen grösseren Liebesbeweis machen können.

Weshalb hat Gott dies getan? Er wusste, wie gross die Konsequenzen sind. Er wusste, dass das ewige Leben kein Märchen und das Leben kein Spiel ist. Durch diesen Akt der Liebe hat Gott uns den Ball zugeworfen. Er erwartet eine Antwort von uns. Wir können dieses Leben nicht leben, als hätte Gott seinen Sohn niemals zu uns gesandt. Wir dürfen diese Tatsache nicht ignorieren. Der Liebesbeweis Gottes ist grossartig und einzigartig. Aber sie verlangt eine Antwort, eine Entscheidung. Ein Priester des Alten Testaments, der sich verunreinigte, starb sofort. Wenn ein Verstoss gegen das Gesetz, das von Engeln übergeben wurde und ein Schatten der Herrlichkeit Gottes war, solche Konsequenzen mit sich gezogen hat, welche Konsequenzen wird dann erst recht ein Ignorieren des lebendigen Wortes, das Gottes Herrlichkeit in Person ist, mit sich ziehen?

Wir sehen: Dieser radikale Liebesbeweis Gottes wurde uns nicht einfach so weil es so schön romantisch ist, gegeben. Es war Gottes einziger Weg, um uns befreien zu können. Die Konsequenzen unserer Entscheidung darüber, was wir damit tun, könnten grösser nicht sein. Denn wenn wir es nicht annehmen, sowie ein Priester ein Gesetz missachtete, werden wir nicht nur den ersten, sondern den ewigen Tod sterben müssen. Gott wird keine andere Möglichkeit mehr haben, um uns retten zu können. Denn er gab uns in seiner Liebe einen eigenen Willen. Wir sollen entscheiden dürfen, ob wir mit ihm leben wollen oder nicht.

Ging es um etwas Geringfügiges, hätte er uns Gesetze, tote Buchstaben oder auch gar nichts gesandt. Aber er sandte seinen Sohn Jesus Christus. Er wusste, was auf dem Spiel steht.

«Wir können nicht zugleich Freundschaft mit Gott und mit der Welt haben.» Es braucht eine Entscheidung. Wir können nicht mischen. Alte Schläuche können keinen neuen Wein aufbewahren. Vielleicht denkst du: Gut, ich habe mich schon lange für Gott entschieden, das betrifft mich also nicht... Dann möchte ich dir sagen: Dieser Brief wurde an Gläubige geschrieben, die in Gefahr waren, wieder in alte, religiöse Muster zu verfallen. Sie waren versucht, sich erneuert vom Gesetz Mose und somit der Selbstgerechtigkeit unterjochen zu lassen.

Auch ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich Gedanken der Selbstgerechtigkeit habe. «Vielleicht muss ich mehr beten, oder sogar fasten. Vielleicht erleide ich dies, weil ich zu wenig Zeit mit Gott verbracht habe.» Weshalb wollen wir in den Abglanz, ins Gesetz zurückfallen, wenn wir doch die reine Erfüllung, den wiederauferstandenen Retter annehmen dürfen?

Der heutige Abschnitt zeigt, dass Jesus, dass die Botschaft wahr und zuverlässig ist. Sie wurden durch Zeugen und Wundertaten bestätigt. Wir brauchen diese Erlösung so sehr, sonst hätte Gott sich dieses Opfer gespart und es bei dem Gesetz gelassen. Aber das Gesetz, die Selbstgerechtigkeit führen nicht in die Beziehung zum Vater, in die ewige Freiheit und Erlösung. Wir werden dazu aufgefordert, täglich in Gottes Gegenwart zu treten und zu sagen: ich kann’s alleine nicht! Ich bin abhängig von Gottes Hilfe und vom Werk Jesu am Kreuz! Ansonsten achten wir Gottes Heilsbotschaft gering. Das bedeutet nicht, dass wir dann den zweiten Tod sterben werden. Aber ich merke einfach, wie wir so oft noch in alten Mustern feststecken und dadurch so viele Segnungen und Freiheiten verpassen und schlussendlich auch nicht viel weitergeben können. Es ehrt Gott, wenn wir frei und gesegnet sind! Deshalb sollen wir auch alles daran setzen, in Freiheit zu leben und uns durch nichts versklaven zu lassen. Es hat Gott so viel gekostet, uns all das Gute nahezubringen. Lasst uns also nicht müde werden, das Gute anzunehmen und weiterzugeben! Es gibt immer noch mehr! Deshalb: Frage Gott, wo er dir noch mehr Befreiung schenken möchte.


Durchforsche mich, Gott, sieh mir ins Herz, prüfe meine Wünsche und Gedanken!

Und wenn ich in Gefahr bin, mich von dir zu entfernen,

dann bring mich zurück auf den Weg zu dir!

Ps. 139, 23-24