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Gott der Bündnisse

Hebräer 7,21-28

Nur zu Christus hat Gott gesagt: »Der Herr hat es geschworen, und diesen Schwur wird er niemals zurücknehmen: ›In alle Ewigkeit sollst du Priester sein!‹« So wurde Jesus für uns zum Bürgen eines neuen, besseren Bundes mit Gott. Zur Zeit des alten Bundes musste es außerdem viele Priester geben, denn sie waren alle sterbliche Menschen. Christus aber lebt in alle Ewigkeit; sein Priesteramt wird nie von einem anderen eingenommen. Und weil Jesus Christus ewig lebt und für uns bei Gott eintritt, wird er auch alle endgültig retten, die durch ihn zu Gott kommen. Er allein ist der Hohepriester, den wir brauchen: Er ist heilig und ohne jede Schuld, rein und ohne Fehler, von Gott hoch erhoben auf den Ehrenplatz im Himmel. Christus muss nicht – wie die anderen Hohenpriester – an jedem Tag zuerst wegen der eigenen Sünden für sich selbst ein Opfer darbringen, ehe er für sein Volk opfert. Als Jesus Christus am Kreuz für unsere Schuld starb, hat er ein Opfer dargebracht, das ein für alle Mal gilt. Das Gesetz von Mose bestimmte Menschen mit all ihren Schwächen und Fehlern zu Hohenpriestern. Doch dieses Gesetz gilt nicht mehr, seit Gott seinen eigenen Sohn mit einem Schwur als unseren Hohenpriester eingesetzt hat. Und das wird er bleiben – für alle Zeiten in göttlicher Vollkommenheit.

 

Nachdem Abraham an der Verheissung eines Sohnes zweifelte, schloss Gott einen Bund mit Abraham und bekräftigte sein Versprechen somit auf die machtvollste Art. Darauf heisst es, dass Abraham Gott glaubte. Denn es war ein Blutsbund, der als mächtigste aller Bundesarten galt und noch bis heute zwischen verschiedenen Stämmen geschlossen wird. Wenn zwei Parteien einen Blutsbund eingehen, dann verbürgen sich diese Parteien, dass sie sich gegenseitig schützen werden, selbst wenn sie dabei selbst umkommen. Zudem wird der Besitz vollkommen vereint und alle Schulden werden gemeinsam getragen. Ein solcher Bund schloss Gott also mit Abraham. Gott forderte ihn auf, eine dreijährige Kuh, eine dreijährige Ziege, einen dreijährigen Widder, eine Turteltaube und eine junge Turteltaube zu bringen.

Abraham brachte diese Tiere nicht nur, sondern halbierte diese auch, ohne dass Gott ihn dazu aufforderte. Denn diese Handlung war üblich in einem Blutsbund, sodass wir wissen können, dass Abraham mit Blutsbünden vertraut war. Beide Parteien mussten anschliessend zwischen den beiden Tierhälften hindurchgehen und einander ewige Treue schwören. Dabei sagten sie einander, dass, falls jemand den Bund brechen würde, es demjenigen wie diesen entzwei geteilten Tieren ergehen möge.

Nun lief Abraham aber nie zwischen den beiden Tierhälften hindurch. Wie konnte Gott also einen Bund mit Abraham geschlossen haben? Wer ist wirklich durch diese beiden Tierhälften hindurchgelaufen?

In Vers 17 lesen wir, dass ein Ofen rauchte und eine Feuerfackel zwischen den Stücken hindurchfuhr! Während der rauchende Ofen Gott repräsentierte, war die Feuerfackel eine Repräsentation für Jesus! Gott hat nicht einen Bund mit Abraham geschlossen, sondern mit Jesus! Dies war eine prophetische Veranschaulichung für den neuen Bund, der Gott mit Jesus schloss, als Jesus sich als Opfer für uns hingab. Wie konnte nun Abraham Teil dieses Bundes werden? Die Antwort finden wir in Vers 6 lesen wir die Antwort: «Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.» Durch Glaube wurde Abraham Teil des Bundes. Genauso werden auch wir durch Glauben Teil des neuen Bundes. Auch der neue Bund ist ein Blutsbund. Und wenn wir Teil davon sind, dann bedeutet dies dass wir in Jesus geschützt sind, keine Schulden mehr haben und der Besitz Gottes und der unsrige Eins sind! Was für eine unglaubliche Wahrheit! Da nicht ich, sondern Jesus diesen Bund mit Gott schloss, wird er auch niemals gebrochen werden. Denn weder Gott noch Jesus werden den Bund brechen. Deshalb ist der neue Bund so anders.

In 2. Mose 24 schloss Gott einen Blutsbund mit dem Volk Israel. Dieser Bund war ganz anders: Gott legte die Bedingungen in Form eines heiligen Gesetzes dar und beschrieb auch klar, was geschehen wird, wenn diese Bedingungen nicht eingehalten werden. Dieses Gesetz bestand aus den 10 Geboten und aus 603 anderen Gesetzen, die das alltägliche Leben bestimmten. Wer auch nur eines dieser Gesetze brach, zog einen Fluch auf sich. In 5. Mose 28 lesen wir die Konsequenzen des Gehorsams und des Ungehorsams gegenüber dem Gesetz. Oftmals leben wir noch immer in der Mentalität des Alten Bundes und denken, dass Gott uns segnen wird, anstatt zu erkennen, dass wir in Jesus bereits gesegnet und geheiligt sind!

Als Abraham hingegen hörte, dass Gott seine Verheissung durch einen Blutsbund mit ihm bestärken möchte, glaubte sein Herz und so wurde er Teil des Bundes. Gott gab ihm seinen Sohn, nicht primär deshalb, weil Abraham so gut lebte, sondern weil er einen Bund mit ihm schloss und Abraham daran glaubte. Dies befähigte Abraham später auch, diesen Sohn zu opfern im Wissen, dass Gott sein Versprechen trotzdem einhalten wird, auch wenn die Erfüllung vom Leben seines Sohnes abhing.







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