Suche

Möchte Gott noch mehr Opfer?

Hebräer 11,2-12

Unsere Vorfahren lebten diesen Glauben. Deshalb hat Gott sie als Vorbilder für uns hingestellt. Durch unseren Glauben verstehen wir, dass die ganze Welt durch Gottes Wort geschaffen wurde, dass alles Sichtbare aus Unsichtbarem entstanden ist. Weil Abel an Gott glaubte, war sein Opfer besser als das seines Bruders Kain. Gott nahm sein Opfer an, und Abel fand Gottes Anerkennung. Obwohl Abel schon lange tot ist, spricht er so noch heute zu uns und zeigt uns, was es heißt, Gott zu vertrauen. Weil Henoch glaubte, nahm Gott ihn zu sich, so dass er nicht sterben musste; er war plötzlich nicht mehr da. Die Heilige Schrift bestätigt, dass Henoch so gelebt hat, wie es Gott gefiel. Denn Gott hat nur an den Menschen Gefallen, die ihm fest vertrauen. Ohne Glauben ist das unmöglich. Wer nämlich zu Gott kommen will, muss darauf vertrauen, dass es ihn gibt und dass er alle belohnen wird, die ihn suchen. Auch Noah glaubte Gott und befolgte gehorsam seine Anweisungen. Er baute ein großes Schiff, obwohl weit und breit keine Gefahr zu sehen war. Deshalb wurde er mit seiner ganzen Familie gerettet. Durch seinen Glauben wurde der Unglaube der anderen Menschen erst richtig deutlich. Und durch diesen Glauben fand Noah auch Gottes Anerkennung. Ebenso glaubte Abraham fest an Gott und hörte auf ihn. Als Gott ihm befahl, in ein Land zu ziehen, das ihm erst viel später gehören sollte, verließ er seine Heimat.[4] Dabei wusste er überhaupt nicht, wohin er kommen würde. Er vertraute Gott. Das gab ihm die Kraft, als Fremder in dem Land zu leben, das Gott ihm versprochen hatte. Wie Isaak und Jakob, denen Gott dieselbe Zusage gab, wohnte er nur in Zelten. Denn Abraham wartete auf die Stadt, die wirklich auf festen Fundamenten steht und deren Gründer und Erbauer Gott selbst ist. Und Sara, Abrahams Frau, die eigentlich unfruchtbar war, glaubte unerschütterlich an Gottes Zusage, dass sie noch ein Kind bekommen würde. Sie wusste, dass Gott alle seine Zusagen einhält. Und tatsächlich wurde sie schwanger, obwohl sie dafür schon viel zu alt war. So erhielt Abraham, der eigentlich schon gar keine Kinder mehr zeugen konnte, Nachkommen so zahlreich wie der Sand am Meer und die Sterne am Himmel.

 

Sowohl Abel als auch Kain brachten Gott ein Opfer dar. Während Abel in seinem Herzen glaubte, wurde sein Opfer von Gott als Wohlgeruch gerne angenommen. Das Opfer von Kain hingegen war eine rein rituelle Handlung und wurde von Gott nicht angenommen. Heute bringen wir keine Opfer mehr dar, denn Jesus gab sich bereits als wohlriechendes Opfer für uns dar. Wir können ihm kein besseres Opfer mehr bereiten, es ist alles bereits vollbracht! Kein Fasten, kein Einhalten von strengen Gesetzen, keine Enthaltungen, nichts ausser das Opfer Jesu bewegt Gott dazu, sein Wort zu erfüllen – er hat es bereits erfüllt. Gott will keine Opfer mehr, er möchte unser Herz, unser Vertrauen. Er möchte, dass wir glauben! Fasten und ein geheiligter Lebensstil sind sehr wichtig. Aber es wird Gott nicht dazu bewegen, uns etwas zu geben. Denn er hat uns bereits alles gegeben! Die Frage ist nun für uns, wie wir seine Segnungen in unseren Leben sichtbar und erfahrbar machen können. Hebräer 11 gibt uns die Antwort: durch Glauben. Dieser Glauben wird durch eine intime Gottesbeziehung gestärkt. Nun sind das Fasten, der geheiligte Lebenswandel und die Zeiten im Gebet Dinge, die unsere Beziehung zu Gott vertiefen. Dabei ist es wichtig, dass wir in diesen Zeiten den Blick nicht auf unseren Charakter, unsere Handlungen, unsere Wünsche, Gottes Gaben oder ähnlichem richten, sondern alleine auf Jesus. Denn nur der ungeteilte Blick auf Jesus kann unser Herz verändern, unsere Liebe zu Gott wachsen lassen und unseren Glauben stärken. Wir stärken nicht Gottes Liebe zu uns, denn er liebt uns schon. Wir lassen unsere Liebe zu Gott wachsen. Genauso wenig helfen wir Gott, mit uns seine Gaben zu teilen, denn er hatte sie schon geteilt. Wir öffnen vielmehr unser Herz, um zu bekommen. In unseren Gebeten sollen wir Gott nicht um Gaben bitten, sondern um die Erkenntnis, dass wir bereits bekommen haben.

Als ich einmal für meine Tochter betete, weil sie die Diagnose einer Epispadie (Inkontinenz auf Grund einer fehlenden Muskelausbildung in der Schwangerschaft) bekam, forderte mich Gott dazu auf, ihren Muskel zu zeichnen, wie er in Wirklichkeit aussieht und nicht so, wie die Ärzte mir sagten. Während dem Zeichnen proklamierte ich Gottes Zusagen und Heilung über ihrem Muskel. Innerlich dachte ich immer, dass bald etwas mit dem Muskel meiner Tochter passieren werde. Gott aber sagte zu mir: ich bin EL RAPHA, der beste Arzt. Ich habe deine Tochter bereits untersucht und stelle folgende Diagnose: sie ist perfekt geschaffen, ein Wohlgeruch für mich. Alle Organe und Abläufe und Verbindungen funktionieren einwandfrei!

Sofort bemerkte ich: Wenn ich das Gott wirklich glaube, dann ist es nicht der Muskel von Iliana, der nicht funktioniert. Dann muss ich keine Veränderung in ihr erwarten. Sondern es ist dann mein Herz, mein Verstand, der verschmutzt wurde durch meinen Geruchssinn, meine Augen und die Worte der Ärzte. Ich brauch eine Herzenswäsche durch das Bad des Wortes. Ich brauche Erkenntnis, denn meine Herzensaugen brauchen Heilung.

Wir brauchen keine Gaben mehr, sondern ein Herz, das glaubt.

Kind, sagte der Vater zu ihm, du bist immer bei mir, und alles, was mir gehört, gehört auch dir.

Lukas 15, 31