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Suche Frieden und jage ihm nach

Hebräer 11,13–16

Alle, die hier erwähnt wurden, haben sich ganz auf Gott verlassen. Doch sie starben, ohne dass sich Gottes Zusage zu ihren Lebzeiten erfüllte. Lediglich aus der Ferne haben sie etwas davon gesehen und sich darüber gefreut; denn sie sprachen darüber, dass sie auf dieser Erde nur Gäste und Fremde seien. Wer aber zugibt, hier nur ein Fremder zu sein, der sagt damit auch, dass er seine wirkliche Heimat noch sucht. Unsere Vorfahren betrachteten das Land, aus dem sie weggezogen waren, nicht als ihre Heimat; dorthin hätten sie ja jederzeit zurückkehren können. Nein, sie sehnten sich nach einer besseren Heimat, nach der Heimat im Himmel. Deshalb bekennt sich Gott zu ihnen und schämt sich nicht, ihr Gott genannt zu werden; denn für sie hat er seine Stadt im Himmel gebaut.

 

All die vorangehenden Glaubenshelden hatten eines gemeinsam: Sie vertrauten auf Gott, auf seine Verheissungen und auf seinen Treue. Sie wandelten im Glauben und nicht im Sehen. Ihr Zuhause war das Himmlische, nicht das Irdische. Sie strebten nach mehr als nach der sichtbaren Erfüllung von Gottes Zusagen. Denn in ihrem Innern wussten sie, dass Gott sie zur richtigen Zeit erfüllen wird, was sie mit Frieden erfüllte. Sie strebten nach einer tieferen, intimeren Beziehung zu Gott. Gott war für sie kein Wunscherfüller, sondern eine tiefe Hoffnung, eine erhabene Majestät, ein vertrauenswürdiger Fels und ein Fürsorger, der ihnen bereits eine Stadt im Reich Gottes, im Reich des Friedens erbaute. Ihr Blick schaute nicht auf das Jetzt, sondern auf Gottes Endlosigkeit. Und dieses Vertrauen auf Gott und die Ehrfurcht vor ihm gaben ihnen die Hoffnung, die sie brauchten, um das Leben im Jetzt in Frieden und Ruhe zu leben. Es ist eine tiefe und kraftvolle Wahrheit: nicht unsere Umstände muss sich ändern, damit wir tiefes Glück finden können, sondern unser Blick. Denn wir sind Fremde auf dieser Erde und werden das auch immer wieder zu spüren bekommen. Wenn wir uns aber nicht darauf, sondern auf unsere Heimat im Himmel fokussieren, werden wir uns nicht mehr heimatlos fühlen. Das Vertrauen Abrahams war sogar so gross, dass er seinen Sohn Isaak geopfert hätte! Dies ist aus drei Gründen bemerkenswert: Erstens zeigt es, dass seine Liebe zu Gott grösser war als die Liebe zu seinem Sohn. Zweitens musste er Gottes Stimme sehr gut gekannt haben, denn ich hätte sofort gezweifelt, dass dies wirklich Gottes Worte seien, da Gott von sich aus sagt, dass er keine Menschenopfer möchte. Und drittens hing die Erfüllung von Gottes Versprechen an diesem Jungen, da aus ihm ja eine unzählbar grosse Nachkommenschaft hervorkommen sollte. Dies zeigte, dass Abraham sich nicht auf seinen Verstand, sondern auf Gottes Genialität verliess. Und genau dies machte ihn zu einem Mann Gottes, einem Mann des Glaubens. Aber nicht nur er, sondern auch die anderen Glaubenshelden, die im Hebräer 11 erwähnt werden, hielten sich an das Unsichtbare und nicht an das Sichtbare. Jesus war noch nicht einmal gekommen, um sie loszukaufen und trotzdem sahen sie ihre Erlösung schon vor sich. Sie kannten Gott, wussten um seine Pläne und vertrauten ihm von ganzem Herzen. Sie klammerten sich mehr an die Auferstehung als an ihr Leben. Sie erlitten Mangel und waren doch gesättigt. Sie wurden gefoltert und doch waren sie zufrieden. Dies bewirkte allein der übernatürliche Frieden, den uns niemand rauben und der nur Gott uns geben kann. Dem sollen wir nachjagen.

Suche Frieden und jage ihm nach.

Psalm 34, 15